Diabetes – Triathlon – Histamine

Seit meiner Erkrankung 2018 als Diabetiker Typ1 habe ich viel an meiner Ernährung geändert. Ich versuche inzwischen Kohlenhydrate weitgehend zu meiden, um meinen Insulinbedarf möglichst gering zu halten. Dies liegt darin begründet, dass ich keine guten Erfahrungen mit Insulin und Sporteinheiten gemacht habe. Bei Sporteinheiten, bei denen ich noch einiges an Restinsulin im Körper hatte, ist mein Blutzucker während der ersten halben Stunde der Trainingseinheit drastisch gesunken und Not BE waren erforderlich. Um weiterhin meine Trainingseinheiten durchführen zu können, habe ich meine Ernährung im Vergleich zu früher deutlich umgestellt. Kohlenhydratarm ist nun die Marschrute. Es stehen inzwischen wesentlich mehr Eier, Wurst, Käse und Fleisch auf meinem Ernährungsplan als früher. Damit habe ich in 2019 meine Ernährung und den Sport gut vereinen können. Auf Nudeln, Reis, Kartoffeln und Pizza habe ich weitgehend verzichtet. Das fällt nicht immer leicht, aber nach einigen Monaten gewöhnt man sich daran. Heute kann ich mir kaum noch vorstellen, einen ganzen Teller Nudeln essen zu können.Zu meiner persönlichen Geschichte kommt hinzu, dass ich seit 2012 an Schuppenflechte (Psoriasis) leide. Kurz nach meiner Erkrankung an Diabetes Typ1 habe ich einen Schub bekommen und meine Schuppenflechte blühte auf. Nach meiner ersten Triathlon Saison als Diabetiker Typ1 habe ich mich dazu entschlossen, mich jetzt meiner Schuppenflechte zu widmen und habe eine ganzheitliche Dermatologische Fachklinik aufgesucht. In vielen Fällen hilft es bei Schuppenflechte, allergieauslösende Stoffe und Lebensmittel zu finden. Daher achtet die Klinik in der Ernährung auf Lebensmittel, die das Immunsystem möglichst wenig belasten. In diesem Zusammenhang habe ich den Begriff Histamin kennen gelernt. Histamin ist ein Naturstoff, der in zu großen Mengen dazu führt, dass das Immunsystem geschwächt wird. Histaminreiche Nahrungsmittel sind z.B. Käse, Rohwürste, Nüsse oder Spinat. Gerade diese Produkte habe ich in letzter Zeit vermehrt zu mir genommen, da sie arm an Kohlenhydraten sind. In der Essensverpflegung der Klinik dominiert dagegen kohlenhydratreiche Kost wie Dinkelnudeln, Dinkelreis und Kartoffeln die Speisekarte der Klinik. Dies war in den ersten Tagen für mich und die Küche der Klinik eine echte Herausforderung. Ich bin gespannt, ob es mir gelingt, durch eine erneute Veränderung meiner Ernährung auch meine Schuppenflechte in den Griff zu bekommen.

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