Diabetes Ausrüstung beim Triathlon

Der Verlauf meines Blutzuckers bei einem Triathlon war schon bereits mehrfach Thema auf meinem Blog . Heute möchte ich über meine technische Ausrüstung beim Triathlon berichten. Zur Überwachung meines Blutzuckers nutze ich aktuell einen Dexcom G6. Der Dexcom G6 ist ein aktives CGM und übermittelt automatisch alle 5 Minuten den Glukosewert an ein Empfangsgerät. Im Rahmen eines Triathlons nutze ich zwei original Dexcom Empfänger, ein Smartphone Galayx S8 und eine Polar M600. 

Einen Empfänger montiere ich auf dem Rad. Die Dexcom Empfänger werden mit drei unterschiedlichen Silikon Cases ausgeliefert. Auf eBay habe einen aufklebbaren Garmin Verschluss gekauft und diesen auf einem Case angebracht. Damit kann ich den Dexcom Empfänger auf dem Lenker befestigen. Dies tue ich allerdings erst am Radstellplatz, um eine unnötige Diskussion mit den Kampfrichtern zu vermeiden und nicht erklären zu müssen, um was für ein Gerät es sich handelt und nicht mehrfach versichern muss, dass es sich nicht um einen MP3 Player handelt. Dieser Empfänger bleibt dann zunächst am Rad ausgeschaltet. 

Den zweiten Empfänger nutze ich bis zum Schwimmstart. Ich übergebe ihn kurz vor dem Start meiner Begleitperson, die den Empfänger nach dem Start ausgeschaltet. Wie bereits in einem anderen Beitrag geschildert, kann ich den Glukosewert während der Schwimmzeit leider nicht überwachen. 

Mein Smartphone und die Polar M600 befinden sich im Wechselbeutel für das Rad, den ich mir direkt nach dem Schwimmen nehme. Das Smartphone verstaue ich in einem Bauchgurt. Ich präferiere hier einen Belt von Compressport. Der Belt dient gleichzeitig dazu, meine Verpflegung zu verstauen. Der Wechsel vom Schwimmen auf das Rad dauert daher etwas länger, aber so bin ich für den Rest des Wettkampfes gut ausgerüstet. Das Smartphone findet meistens sehr schnell Kontakt zu meinem Sensor und ich kann noch in der Wechselzone entscheiden, ob und wieviel ich an Kohlenhydraten zu mir nehmen muss. Die Polar M600 nutze ich nur, damit meine Glukosewerte vom Smartphone auch auf die Uhr übertragen werden. Die Polar M600 nutze ich nicht zur Aufzeichnung meines Wettkampfes. Dafür nutze ich eine zweite Uhr, die ich bereits zum Schwimmstart trage. 

Am Rad angekommen, wird zuerst der Dexcom Empfänger, der sich auf dem Lenker befindet, eingeschaltet. Er ist so positioniert, dass ich auf dem Rad direkt auf den Empfänger blicken kann. Leider wird der Wert nicht kontinuierlich angezeigt und ich muss immer wieder die Ansicht aktivieren. Das ist für mich jedoch immer noch besser als auf die Uhr zu sehen, was in der Aerohaltung, zumindest für mich, nicht ganz so leicht ist. Sollte der Empfänger (oder das Smartphone bzw. die Smartwatch) einmal nicht funktionieren, habe so zusätzlich auch eine Reserve bei mir.

Nach dem Radfahren lasse ich den Empfänger auf dem Rennrad und begebe mich mit dem Smartphone und der Smartwatch auf die Laufstrecke. An heißen Rennen schütte ich mir immer wieder an den Versorgungsstellen Wasser über den Kopf und nutze kühle Schwämme. Damit das Smartphone dadurch keine Schäden erleidet, packe ich es lieber ein. Eine einfache wasserdichte Hülle erfüllt diesen Zweck sehr gut. An sehr heißen Tagen schütte ich mir bereits auf dem Rad Wasserflaschen über den Kopf um nicht zu sehr zu überhitzen, so dass ich das Smartphone bereits zu Beginn des Triathlons einpacke.

In dieser Kombination habe ich bereits mehrere Triathlons absolviert und konnte so bis auf das Schwimmen meinen Blutzucker sehr gut überwachen. Die aktuellen technischen Entwicklungen zur Überwachung des Glukosewertes sind sehr rasant und es wird sich in den nächsten Jahren noch viel verändern. Für den Sport gibt es leider aktuell noch keine offizielle Lösung um die Werte direkt auf einer Uhr anzuzeigen. Das wird sicherlich bald möglich sein und dann werde ich gern das Thema wieder aufgreifen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.