Trainingspause im Triathlon als Diabetiker

Für Triathleten, die es gewohnt sind, täglich Zeit mit Training zu verbringen, ist der Gedanke an Pausen eher stressauslösend. Heutzutage gibt es so viele Triathlonveranstaltungen auf der ganzen Welt, dass man das ganze Jahr im Wettkampfmodus verbringen könnte. Unterhält man sich mit einem Triathleten und berichtet er, dass er aktuell nicht zum Training komme, sollte man genauer nachfragen. „Kein Training“ bedeutet für viele nicht, nicht zu trainieren. Oft soll nur zum Ausdruck gebracht werden, dass kein systematisches Training ausgeführt wird. Nicht zu trainieren, bedeutet nicht, sich nicht zu bewegen. Diese sogenannten Trainingspausen sind auf jeden Fall sinnvoll und sollten immer wieder eingebaut werden. Intensives Training ist für den Körper sehr belastend und Trainingspausen helfen Sehnen und Gelenke zu regenerieren. Ich muss zugeben, dass auch ich viel zu wenig Pausen einlege. Ich habe mir für diesen Artikel mein Trainingstagebuch angesehen und festgestellt, dass ich über die Wintermonate November bis Februar nur ein bis zwei wirklich trainingsfreie Tage eingelegt habe. Was den Umfang, d.h. die wöchentliche Trainingsdauer angeht, hatte ich den Umfang jedoch deutlich reduziert. So lag die durchschnittliche Trainingsdauer bei 5 bis 7 Stunden pro Woche. Mein Trainingsumfang in vorbereitenden Monaten liegt durchschnittlich bei 8 bis 12 Stunden die Woche. Bedenkt man, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 150 Minuten, also zweieinhalb Stunden, moderaten Sport pro Woche empfiehlt, liege ich noch immer deutlich über der Empfehlung. Als Diabetiker Typ 1 kommt jedoch noch eine wichtige weitere Dimension hinzu und zwar der Blutzucker. Mein Training hilft mir, meinen Blutzucker besser zu steuern, d.h. ich kann durch meine sportlichen Aktivitäten den Blutzucker deutlich senken. Nach der Saison letzten Jahres, die im September endete, lag mein Langzeitwert, der sogenannte Hba1C-Wert, im November bei 5,6. Im Februar lag er dann bei 6,1. Dieser Anstieg ist sicherlich überwiegend auf die Reduzierung des Trainings zurückzuführen. Ich beginne jetzt wieder mit etwas intensiverem Training und bin gespannt darauf, wie sich mein Hba1C Wert in den nächsten drei Monaten entwickeln wird.

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