Anforderungen an ein Wohnmobil für Triathleten

Heute möchte ich einmal etwas ausführlicher darüber berichten, welche Überlegungen ich beim Kauf eines Wohnmobils angestellt habe, um damit auch gut auf Triathlonveranstaltungen fahren zu können. Da ich vorher einen Bulli gefahren bin, musste ich berücksichtigen, dass nur ein Wohnmobil, was auch alltagstauglich ist, in Frage kam. Daher war schnell klar, dass es ein Kastenwagen werden sollte. Meine Wahl fiel auf ein Modell mit einer Länge von 6 Metern. Die Modelle mit einer Länge von 5,40 Meter waren mir im Innenraum zu kompakt. Fahrzeuge mit einer Länge von über 6 Meter hingegen machen es schon deutlich schwieriger, einen Parkplatz zu finden. Kastenwagen mit einer Länge von 6 Metern haben ein Bad mit ausreichender Größe und die Sitzgruppe ist auch so, dass man bequem sitzen kann. Diese ersten Kriterien hatten weder etwas mit Triathlon noch mit meiner Krankheit als Diabetiker Typ 1 zu tun. Bezogen auf meinen Triathlon war die große Frage, wo man das Triathlonrad unterbringen kann. Einen Heckträger, wie er bei vielen Kastenwagen zu finden ist, wollte ich nicht, da man die Heckaussicht mit einem Träger verbaut, die Türen und damit die Scharniere deutlich mehr Last tragen müssen und dies für die Lebensdauer der Hecktür nicht gerade förderlich ist. Bei geöffneter Hecktür kann es durch Windböen schnell auch mal zu Schäden am Fahrzeug kommen. Ein Parken und Übernachten mit dem Triathlonrad auf einem Heckträger war mir zu unsicher und die Angst, dass kurz vor einem Wettkampf das Triathlonrad gestohlen wird, zu groß. Daher war mein Wunsch, eine Lösung zu finden, bei der ich das Rennrad im Auto transportieren und auch über Nacht im Auto verstauen kann. Zunächst fiel meine Wahl auf ein Fahrzeug der Firma Westfalia. Das Modell Amundson hat die Möglichkeit, im Heck über die ganze Breite des Fahrzeugs den Stauraum für ein Fahrrad nutzen zu können. Hierzu muss man lediglich die Hälfte des Heckbetts hochklappen. Zumindest alleine hätte ich dann noch auf dem Heckbett schlafen können. Van Tourer bietet die Möglichkeit an, das Heckbett in der Höhe zu verstellen und dadurch einen ausreichenden Stauraum darunter zu schaffen. Leider wird dann der Abstand zwischen Bett und Dach sehr eng. Sowohl das Model von Westfalia als auch der Van Tourer liegen in einer Preisregion, die mir deutlich zu teuer ist. Daher konzentrierte sich meine Suche auf einen Pössl. Der Pössl verfügt weder über ein Hubbett noch kann man das Rad quer im Fahrzeug unterbringen. Das Heckbett kann man zur linken Seite klappen und somit das Fahrrad längs im Fahrzeug verstauen. Doch wo schlafen, wenn man für das Triathlonrad den Schlafplatz abgebaut hat? Ein Hubdach mit zwei weiteren Schlafplätzen sollte die Lösung sein. Hubdächer sind leider ein Extra, das nicht kostengünstig ist, aber für mich eine gute Lösung darstellt. Ein Pössl mit einem Hubdach war für mich immer noch günstiger als die anderen Modelle wie Westfalia oder Van Tourer. Mein Triathlonrad kann ich so sehr einfach mit zwei Spanngurten, ohne das Vorderrad demontieren zu müssen, im Heck des Fahrzeugs fixieren und bequem zu Wettkämpfen fahren. Über eine persönliche Erfahrung kann ich aktuell leider noch nicht berichten, da bedingt durch COVID19 bislang alle Wettkämpfe abgesagt wurden. Das wird sich aber sicherlich bald wieder ändern und ich freue mich schon darauf.

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